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Daniel Späth

Daniel Späth

  • Die fetischistische Eigenständigkeit antizionistischer Ideologiebildung

    von Daniel Späth 24. Januar 2012
    von Daniel Späth 24. Januar 2012

    Dass der antisemitische Wahn auch ohne Juden und Jüdinnen existieren kann, ist eine altbekannte Tatsache; dass der antizionistische Wahn seine Kreise ebenso ohne den Staat Israel ziehen kann, hingegen nicht. Die tradierte Vorstellung eines sekundären Antisemitismus, wie sie die radikale Linke teilt, dessen Hass sich nach Auschwitz vom konkreten Objekt – den Juden und Jüdinnen – auf den Staat Israel verschoben habe, exponiert ein verkürztes Verständnis desselben, fungiert der Antizionismus in ihm schließlich, mal mehr, mal weniger, als abgeleitete Form eines primär ökonomisch zu begründenden Antisemitismus. Die Kehrseite einer solchen Argumentation ist dabei nicht selten die Auffassung, dass die antizionistische Ideologie mit dem realgeschichtlichen Ereignis der Staatsgründung Israels agglutiniert sei, dieses also die conditio sine qua non für jene darstelle. Der eigene Ausgangspunkt solcher Analysen eines sekundären Antisemitismus, der Staat Israel erfahre in der globalen Wahrnehmung eine ideologische Überdetermination, vermag auf dieser Ebene nicht kritisch eingeholt zu werden. Genau dies tut aber Not, gilt es doch dem grassierenden globalen Antizionismus mit einer theoretisch geschärften Kritik entgegenzutreten.

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  • Spiel mit dem Feuer

    von Daniel Späth 21. März 2011
    von Daniel Späth 21. März 2011

    Die folgende Polemik richtet sich nicht gegen alle AktivistInnen der „Marxistischen Aktion“, sondern gegen ihre „theoretischen“ Akteure, die für den Inhalt der Homepage verantwortlich sind. Viele Leute im linken Spektrum sind auf der Suche nach (anti)politischer Orientierung, in einer Zeit, in der identitätsstiftende Begriffe wie „Arbeiterklasse“, „Kapitalistenklasse“ oder „Staat“ im Zuge des an seine innere Schranke stoßenden Kapitalismus in ihrer realgeschichtlichen Substanz sukzessive obsolet werden. Verständlich und notwendig ist daher auch das Bedürfnis, einen Raum der Gemeinsamkeit zu produzieren, das bestrebt ist, die unerträglichen Leiden dieser Anti-Vergesellschaftung, die jede menschliche Regung und jedes menschliche Handeln der abstrakten, monadenförmigen Logik des Warensubjektes zu akkomodieren versucht, erträglich zu machen. Nicht verständlich und inakzeptabel hingegen ist es, wenn eine neu sich konstituierende Gruppe wie die „Marxistische Aktion Tübingen“ einen Weg beschreitet, der zunehmend unverhohlen in eine Sympathie mit dezidierten Antisemiten mündet, ob dies allen Beteiligten nun klar ist oder nicht. Diese Unklarheit gilt es aus dem Weg zu räumen; und genau davon soll im Folgenden die Rede sein.

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